Finanzanlage Schiffsbeteiligung

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Als Geldanleger kann man heutzutage in fast alles investieren. Eine lange bewährte und doch immer noch nicht in der breiten Öffentlichkeit bekannte Finanzanlage ist die Schiffsbeteiligung. Bei Schiffsbeteiligungen handelt es sich meist um Beteiligungsgesellschaften in Form eines geschlossenen Fonds, hier eines Schiffsfonds. Finanzanleger werfen ihr Geld dabei bildlich gesprochen in einen gemeinsamen Top, aus dem der Bau oder Erwerb eines Schiffes finanziert wird. Das Management des Schiffsfonds sorgt dafür, dass das jeweilige zu günstigen Konditionen an Reedereien oder Transportunternehmen verchartert wird. Die Anteilseigner des Schiffsfonds bekommen die überschüssigen Erträge aus den Chartereinnahmen ausgeschüttet. Schiffsbeteiligungen werden oft in der Rechtsform der GmbH & Co. KG aufgelegt, bei der die Anteilseigner der Schiffsbeteiligung die Kommanditisten sind. Das bedeutet, dass die Ausschüttungen der Schiffsbeteiligung als Entnahmen aus Betriebsvermögen angesehen werden und damit zunächst steuerfrei vereinnahmt werden können. Auf das Bertriebsergebnis direkt muss keine Steuer gezahlt werden. Die Tonnagesteuerregelung für Beteiligungen an Schiffen gibt vor, dass nur eine jährliche Pauschalsteuer, von der Schiffsgröße abhängig, zu entrichten ist. Für die Anleger ist das die wesentlich günstigerer Alternative im Vergleich zur Ertragsbesteuerung mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz. Dadurch können Schiffsbeteiligungen bzw. Schiffsfonds nicht nur mit guten Vorsteuerrenditen, sondern auch mit guten Nachsteuerrenditen punkten. Oft erwirtschaften Schiffsbeteiligungen jährliche Renditen, jenseits von 10 %.

Doch nicht jede Schiffsbeteiligung ist gut konzipiert. Zwar handelt es sich beim Transport zur See derzeit um eine boomende Branche; Kostenaspekte sollten beim Erwerb einer Schiffsbeteiligung jedoch trotzdem nicht vernachlässigt werden, da sich die Kosten unmittelbar auf die Rendite auswirken. Wichtige Faktoren sind Verwaltungskosten, aber auch der Einstandspreis des Schiffes. Betriebskosten können im vorhinein nicht abgesehen werden, sollten aber durch großzügige Kalkulation in die geplante Rendite eingerechnet werden.

Vor der Anlageentscheidung steht also ein genaues Studium des Verkaufsprospekts an. Bei Unsicherheiten oder Unerfahrenheit des Anlegers, sollte ein guter unabhängiger Berater mit Kenntnissen der Materie hinzugezogen werden. Dies empfiehlt sich gerade im Hinblick auf die in den meisten Fällen doch recht lange Laufzeit einer Schiffsbeteiligung.



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