Brandschutz

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Je mehr Lichtlein an Adventskränzen und Tannenzweigen brennen, desto mehr wächst das Unbehagen in vielen Hausrat- und Haftpflicht-Versicherungsfirmen. Die Zeit rund um Weihnachten und Silvester kommt die Branche traditionell teuer zu stehen. Alle Jahre wieder brennt es im Schnitt in etwa 200.000 deutschen Immobilien, die Sachschäden summieren sich auf gut eine Milliarde Euro, rund 600 Tote sind alljährlich zu beklagen. Wenn es brennt, dann passiert das häufig zum Fest der Liebe, wie Feuerwehren und Verbraucherschützer warnen.


Schon der Funke einer Wunderkerze genügt, um einen trockenen Christbaum explosionsartig zu entzünden. Wer dann eine Hausratversicherung hat, wird im ersten Moment heilfroh sein. Doch die Sicherheit ist trügerisch. Rund um Advent und Silvester kann ihm häufig selbst die beste Police nicht weiterhelfen. In dieser Jahreszeit gelten ganz besonders strenge Maßstäbe, was den Versicherungsschutz angeht. Vor allem, wenn brennende, umgekippte Kerzen, trockene Adventsgestecke und Tannenbäume im Spiel waren.


Kann dem Kunden grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden, ist dessen Versicherungsschutz nämlich futsch. Der Betroffene bleibt auf seinem Schaden sitzen. Die Versicherung muss nicht zahlen, sobald der Geschädigte die allgemein übliche Sorgfalt und Vorsicht außer Acht gelassen hat.


Und das geht ruck-zuck: Grob fahrlässig handelt bereits der, der seine brennenden Kerzen mehr als 15 bis 20 Minuten aus den Augen lässt.


Wer Weihnachtskerzen an hat, während er im Nebenzimmer eine Weile telefoniert, und dann einen Brandschaden melden muss, wird bei seiner Versicherung vermutlich auf Granit beißen. Der Versicherungsschutz hängt zur Weihnachtszeit häufig am seidenen Faden.


Deshalb können Verbraucher nur eins tun: aufpassen und nochmals aufpassen. Auch ein Warnhinweis auf der Packung, die Wunderkerzen nicht im Haus abzubrennen, sollte Ernst genommen werden. Passiert ein Unglück, geht der Brandschaden meist voll zu Lasten des Betroffenen. Die knallharten Positionen der Versicherungen sind schon oft genug vor Gericht bestätigt worden.


Um sich und seine Immobilien zu schützen ist es immer am sichersten nie ein offenes Feuer unbeobachtet zu lassen.

nicola lavacca

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